Selbstsabotage erkennen und überwinden (Teil 3)

16 Mai 2017 - 21:03, by , in Allgemein, Erfolgs-Blog, 2 comments

Selbstsabotage erkennen und überwinden

Teil 3

In diesem letzten und dritten Teil meiner Serie über Selbstsabotage kommt nun der dritte Schritt. Ich zeige Dir drei Möglichkeiten auf, wie Du Deine Blockaden nun überwinden kannst, nachdem Du in Teil 1  Anzeichen und Merkmale von Selbstsabotage kennen gelernt hast. Und Du im zweiten Teil  etwas über die möglichen Ursachen für Deine Sabotage erfahren hast.

 

Selbstsabotage überwinden

Erhöhe Dein Selbstbewusstsein

Leichter gesagt als getan, denkst Du jetzt?! Falsch und richtig zugleich. Schau Dir das Wort Selbstbewusstsein einmal genau an: Selbst-bewusst-sein. Sei Dir Deiner selbst bewusst. Das ist der Anfang.

Meine Empfehlung an dieser Stelle: Fang doch einfach mal mit Deinen Werten an. Nimm Dir die Zeit und die Ruhe und überlege Dir, was Deine Werte sind. Was ist Dir wichtig. Worauf verpflichtest Du Dich? Schaffe Dir ein Bewusstsein über Deine eigenen Werte.

Lerne Dich und Deine Werte ganz genau kennen. Werde Dir selbst bewusst. Finde heraus, was Dir wichtig ist und woran Du Dich orientierst in Deinem Leben. Deine Eltern, Freunde, Kollegen sind oft wichtige Einflussfaktoren.

Nur überprüfe Dich hier immer wieder ganz genau. Sind das wirklich Deine Werte, denen Du Gewicht gibst oder sind es die Werte anderer? Versuchst Du vielleicht Anerkennung und Liebe zu bekommen, in dem Du den Werten anderer nachstrebst, um zu gefallen? Um Lob zum bekommen? Um Anerkennung zu finden? Um geliebt zu werden?

Um Dein Selbstbewusstsein zu trainieren und auch um mehr innere Stärke zu gewinnen, kannst Du Dir auch gern mein kostenloses EPaper „Fünf Übungen für mehr Selbstbewusstsein und innere Stärke“ holen.

Hier kannst Du Schritt für Schritt ganz schnell und einfach Deine Selbstbewusstsein trainieren und erhöhen. Es ist sogar ein kostenloser Test dabei, wo Du zu Beginn herausfinden kannst, wo Du jetzt stehst.

 

Wertekonflikte identifizieren und überwinden

Wenn du die oben genannte Übung durchgeführt hast oder Du Dir schon vorher Deiner Werte bewusst gewesen bist, dann kannst Du Dich jetzt dransetzen und eventuelle Wertekonflikte identifizieren.

Wieso das?

Ganz einfach: Oft sind es schlichte Wertekonflikte, die Deine Selbstsabotage fördern. Du glaubst, dass Du Wert A nicht erreichen kannst ohne Wert B zu schaden oder aufgeben zu müssen.

Ein Beispiel? Sehr gern. Ich selber habe lange Jahre mich mit so einem Wertekonflikt boykottiert. Ich war der festen Überzeugung, dass ich nicht beruflich erfolgreich sein kann ohne dabei eine schlechte Mutter zu sein. Bzw. war es für mich ganz offensichtlich, dass ich als gute Mutter keinen beruflichen Erfolg erzielen kann.

Heute muss ich darüber schmunzeln, dann es geht sehr wohl und sehr gut. Damals war es für mich wie in Stein gemeißelt und unumstößlich.

Bis zu dem Moment, wo ich diesen Konflikt erkannt habe und überprüft habe, in dem ich rechts und links geschaut habe. Dabei habe ich natürlich jede Menge anderer Frauen entdeckt, die sowohl tolle Mütter als auch großartige Unternehmerinnen, Führungskräfte oder Kolleginnen sind. Diese Frauen gibt es wie Sand am Meer.

Ich hatte vorher allerdings meinen Fokus nur auf den Frauen, die mir bewiesen haben, dass es nicht geht. Die gibt es ja auch wie Sand am Meer.

„Where the focus goes, the energy flows.“ Anthony Robbins

Wo hast Du Deine Wertekonflikte? Wohlstand und Ehrlichkeit? Oder Unabhängigkeit und Partnerschaft? Es gibt da auch unzählige Möglichkeiten!

Sobald Du Dich zwischen zwei Dir wichtigen Werte wirklich entscheiden musst, wirst Du in einen Konflikt geraten. Das ist normal. Oft muss diese Entscheidung aber gar nicht getroffen werden und Du kannst beide Werte leben.

Meine Empfehlung: Überprüfe dieses genau. Suche Dir Beispiele, wo jemand Deine Werte sehr wohl und sehr zufrieden und glücklich lebt. Und hinterfrage genau, was die Beispiele sind, wieso Du davon ausgehst, dass es nicht geht!

Wenn Du Dich mit Deinen Werten noch schwer tust, dann kannst Du Dir hier gern eine kostenlose Werte-Liste mit 148 Werten herunterladen, um Deine persönlichen wichtigsten Werte zu finden.

Meine dritte Möglichkeit Deine Selbstsabotage zu überwinden, ist folgende:

 

Glaubenssätze identifizieren und verändern

Wie sind denn Deine Glaubenssätze, was Dein Ziel bzw. Dein Denken über Erfolg angeht, was oder welche Du so gern erreichen möchtest, aber nicht in die Puschen kommst? „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich konnte das noch nie.“, „Dafür bin ich zu alt.“ Oder ähnliches? Kommt Dir da was bekannt vor?

Schreib auch diese Sätze einmal für Dich ganz in Ruhe auf. Immer wenn Du merkst, dass Du einen inneren Dialog führst, dann greif schnell zu Stift und Papier und halte diese Aussagen fest. Und wenn Du magst, kannst Du diese dann einmal aus der Position eines neutralen Beobachters heraus überprüfen, ob diese wirklich so sind oder ob Du sie irgendwann einmal übernommen hast, weil andere das über Dich gesagt haben oder weil Du glaubst, dass andere so über Dich denken.

Stell Dir vor, dass Du jemand bist, der Dich beobachtet. Mach mental ein zwei drei Schritte aus Dir heraus und sieh Dich mit den Augen eines anderen Menschen. Das ist sehr spannend und informativ. Du wirst Dinge an Dir entdecken, die Dir noch gar nicht so bewusst waren und es wird sich der ein oder andere Glaubenssatz schon verändern. Vielleicht musst Du aus dieser Position heraus auch über Dich schmunzeln (so wie ich das heute über mich mache, wenn ich daran denke, dass ich mich selber so lange sabotiert habe, was meine Berufung angeht).

Bleibe dabei wertschätzend und anerkennend mit Dir, denn Dich selber runterzumachen für Dein Verhalten, wie Du es bis jetzt gelebt hat, bringt wirklich nichts außer Frust, Wust oder Trauer.

Das bloße Identifizieren von Glaubenssätzen bewirkt oft schon kleine Wunder und diese Annahmen über Dich und Dein Verhalten verändern sich, wie von allein.

Und denke daran:

„Wenn Du immer wieder das tust, was Du immer schon getan hast, dann wirst Du immer wieder das bekommen, was Du immer schon bekommen hast. Wenn Du etwas Anderes haben willst, musst Du etwas Anderes tun! Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig Anderes, statt mehr vom gleichen Falschen!“ Paul Watzlawick

Hör auf Dich zu sabotieren und mach etwas Anderes und sehe die Dinge anders. Sei mutig und probiere Dich und Neues aus. Und dabei darfst Du Dir gern immer wieder sagen:

Ich bin genug! Denn das bist Du auf jeden Fall jetzt schon. Du bist genug. Und was Deine Fähigkeiten und Fertigkeiten angehst, darfst Du gern weiter üben und lernen.

Wenn Du trotzdem das Gefühl hast, Dich nicht motivieren zu können oder nicht so motiviert zu sein, wie Du es willst, dann hast Du vielleicht noch einschränkende Glaubenssätze oder Blockaden, die Du allein nicht lösen kannst. Dann nimm doch einfach Kontakt zu mir auf. Gemeinsam finden wir Deinen ganz persönlichen neuen Weg, motivierter, glücklich und erfolgreich zu sein ganz ohne Druck. Damit Du Deine Ziele mit mehr Leichtigkeit erreichst und mehr Zufriedenheit in Deinem Leben erlebst.

Ich freue mich, wenn Du mir Deine Erfahrungen mitteilst. Ich bin gespannt!

Deine Kerstin

Kerstin Wemheuer
Über die Autorin:
Kerstin Wemheuer - Business- und Mindsetcoach. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht Deine Ziele, Wert und Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Ohne Druck und einem optimalen Ergebnis für Dich. In meinem Coaching musst Du kein fremdes Verhalten lernen oder antrainieren, um Dein Problem oder Deine Angst zu meistern. Jede Veränderung ist die logische Folge Deines neuen Bewusstseins, dass Du im Coaching erlernst. So kannst Du Dich und Dein Leben nachhaltig verändern und Deine Ziele erreichen – ohne belastenden Druck und im Einklang mit allen Deinen Werten.

2 Kommentare on "Selbstsabotage erkennen und überwinden (Teil 3)"

Renate Monheimius - 18 Mai 2017

Liebe Kerstin, Liebe Kerstin, ich habe Deine 3 Artikel zum Thema Selbstsabotage gelesen. Dass limitierende Glaubenssätze uns zurückhalten, darüber habe ich selbst schon geschrieben. Das wir bei Selbstsabotage aber auch mit unserem Wertesystem in Konflikt sein können, war mir bisher fremd. Für diesen Hinweis vielen Dank. Zurück zu den Glaubenssätzen. Sie gestalten unser Selbstbild, und sind mit einem kybernetisches Instrument (z. B. Autopilot im Flugzeug) zu vergleichen, das die Abweichung vom Kurs misst und sofort den Kurs korrigiert. Kybernetic und Denkmuster sind beides Kontrollsysteme und funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Beide unterhalten einen definierten Kurs von Aktionen und werden davon nicht abweichen. Zuerst muss das Denkmuster geändert werden, um das Ziel zu erreichen. Mein wichtigster Tipp um Selbstsabotage zu stoppen ist Achtsamkeit. Je achtsamer man seinen Themen begegnet, desto eher wird man in der Lage sein, seine Denkmuster zu ändern. Liebe Grüße Renate Monheimius

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 2 Juni 2017

    Liebe Renate, danke für dein spannendes Feedback! Der Vergleich mit dem Autopiloten im Flugzeug finde ich genial und sehr anschaulich! Und Achtsamkeit ist auch das Mittel meiner Wahl um einschränkenden Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen! :-) Deswegen gehe ich jeden Morgen in Stille und meditiere. Wie praktizierst Du Achtsamkeit? Hast Du da einen Tipp für mich? Herzliche Grüße Kerstin