Selbstsabotage erkennen und überwinden (Teil 1)

30 April 2017 - 13:55, by , in Allgemein, Erfolgs-Blog, 10 comments

Selbstsabotage erkennen und überwinden

Teil 1

 

Sich selber im Weg stehen. Ein Brett vor dem Kopf haben. Dein innerer Kritiker oder sogar innerer Feind. Egal wie Du es nennst. Unterm Strich geht es darum, dass nur Du selber dafür verantwortlich bist, wenn Du Deine Ziele nicht erreichst oder Dich sogar gar nicht erst auf den Weg dorthin machst.

In diesem Blogbeitrag nenne ich Dir drei Merkmale, an denen Du erkennen kannst, dass Du Dich selber sabotierst. Im zweiten Teil kannst Du lesen, wie Du es wirklich schaffst Dir ein neues Selbstbewusstsein zu erschaffen und ohne diese Hindernisse zu leben. Dort nenne ich Dir drei mögliche Ursachen, wieso Du Dir selber im Weg stehst im Bezug auf das Erreichen Deiner eigenen Ziele.

Im letzten und dritten Teil dieser Serie verrate ich Dir drei meiner bestens Tipps, wie Du genau diese Selbstsabotage überwinden kannst und Du endlich Deine Energie nutzen kannst, um Deinen Weg zu Deinem Erfolg zu gehen.

 

Sabotage – Was bedeutet das eigentlich?

Das Wort Sabotage ist gar nicht so alt, wie ich ursprünglich dachte. Es ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und entspringt vermutlich dem französischen Wort „sabot“, was Holzschuh bedeutet. Sabotage wurde im Rahmen der industriellen Revolution in der französischen Arbeiterbewegung benutzt, um die Störung wirtschaftlicher Prozesse zu beschreiben.

Es gibt mehrere unterschiedliche Erklärungen der Entstehung und ich möchte hier nur eine aufführen, die ich besonders charmant finde: Französische Arbeiter warfen während der industriellen Revolution ihre Holzschuhe in die Mäh- und Dreschmaschinen, um gegen die fortschreitende Mechanisierung der Arbeit zu protestieren

Spannend oder? Es geht also um die absichtliche Störung eines Ablaufes zur Erreichung eines bestimmten Zieles.

Kommt Dir das auch bekannt vor? Also mir ja. Wenn ich jetzt nicht wüsste, dass das Wort bereits über 100 Jahr alt ist, würde ich frech behaupten: Ich habe es erfunden.

 

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.“ Götz Werner

 

Selbstsabotage überwinden

Um gegen Selbstsabotage angehen zu können, muss Du sie erst einmal erkennen bzw. bemerken und Dir bewusst zu werden, dass Du Dir selber im Weg stehst. Oft vermuten wir ja, dass es äußere Umstände sind, die uns daran hindern unsere Ziele zu erreichen.

Tatsächlich liegen die Gründe dafür aber meistens in uns selbst. Gut versteckt in Deinem Unterbewusstsein. Nicht sichtbar für den Verstand und Dein Bewusstsein. Perfekte Tarnung also. So perfekt, dass Du Dich über Jahre hinweg – vielleicht sogar ein Leben lang – Dir selber im Weg stehst ohne dahinter zu kommen warum.

Drei Merkmale, an denen Du feststellen kannst, ob Du Dich gerade selber blockierst:

 

Selbstzweifel

„Bin ich gut genug?“, „Kann ich das überhaupt?“, „Darf ich das machen?“ oder „Das konnte ich doch noch nie!?“. Kommen Dir diese Fragen bekannt vor? Zweifelst Du selber an Deinen Fähigkeiten und hast Du Angst davor nicht gut genug zu sein? Klare Anzeichen von Selbstsabotage.

Denn Du bist auf jeden Fall gut genug, um etwas zu tun. Um anzufangen. Du selber bist gut genug dafür! Du darfst das! Immer und zu jedem Zeitpunkt! Ja, vielleicht sind Deine Fähigkeiten noch nicht optimal, um genau das grandiose Ergebnis zu erzielen, dass Du Dir vorstellst.

Aber nirgendwo steht geschrieben, dass Du Dich nicht selber so weiterentwickeln kannst, dass genau diese gebrauchten Fähigkeiten noch wachsen und Du sie so erweitern oder neu lernen kannst, wie es für Dich notwendig ist. Das ist ein Prozess, den Du sofort beginnen kannst. Und vor allem auch solltest!

 

„Erfolg hat drei Buchstaben: T U N.“ Johann Wolfgang von Goethe

 

Und am besten lernst Du Dingen, in dem Du sie tust! Ganz einfach! Über Selbstzweifeln hat noch niemand etwas Neues gelernt. Lernen tust Du nur, wenn Du ins Handeln kommst!

Ein guter Weg, um solche Selbstzweifel zu entkräften, ist Dein Selbstbewusstsein aufzubauen! Dazu kannst Du Dir gern mein kostenloses EPaper „Fünf Übungen für mehr Selbstbewusstsein und innere Stärke“ holen.

Damit kannst Du in fünf leichten und einfachen Übungen Dein Selbstbewusstsein trainieren. Dadurch werden Deine Selbstzweifel weniger werden und letztendlich sogar verschwinden.

 

Perfektionismus

Versuchst Du auch die Dinge perfekt zu machen? Verlierst Du Dich darin symbolisch goldene Knöpfe an alles zu nähen, was Du vorhast? Versuchst Du sogar obendrauf noch diese goldenen Knöpfe perfekt zu polieren?

Sorry, aber wie blöd ist das denn? Ich erlaube mir das hier so krass zu schreiben, weil ich das selbst jahrelang so gemacht habe. Heute für mich unglaublich. Damals glaubte ich nicht anders zu können. Heute denke ich, dass das eine wahnsinnige Energie und Zeitverschwendung war. Damals fühlte es sich normal an.

Wenn Du auf den perfekten Moment wartest, um Deine Ziele anzugehen und Dich perfekt vorbereiten willst, bevor Du startest, dann wirst Du vermutlich nie anfangen. Das einzige, was dann perfekt wird ist Deine Selbstsabotage. Mehr leider nicht.

Willst Du das? Oder benutzt Du dieses Verhalten vielleicht wirklich, um Dich selber daran zu hindern anzufangen oder am Ende sogar erfolgreich zu sein?

Überprüfe Dich hier mal ganz selbstkritisch und sei offen für alles, was Du jetzt ganz ehrlich feststellen wirst.

Dein Vortrag muss nicht noch zehn Mal überarbeitet werden. Und auch den nächsten Kundentermin kannst Du wahrnehmen ohne Dich die ganze Nacht durch vorbereitet zu haben. Der Keller muss nicht perfekt aufgeräumt sein, damit Du anfangen kannst Deine Ziele zu erreichen. Deine Ablage muss auch nicht täglich aktuell sein, um ins Handeln zu kommen mit Taten, die Dich wirklich weiterbringen. Und auch Amazon kommt gut ohne Deine 194 Bestellung von noch mehr Fachliteratur weiter!

 

Aufschieberitis

„Was Du heute kannst besorgen, dass verschiebe ruhig auf morgen.“

Aufgaben und Dinge von heute auf morgen schieben? Nicht ins Handeln kommen, weil Du ja sooooo viel zu tun hast? Oder weil Dir noch dieses oder jenes fehlt, um anfangen zu können. Oder irgendwer anders ist schuld, dass Du immer noch nicht angefangen hast, bestimmte Veränderungen herbeizuführen …

Jetzt aber mal Butter bei die Fische! Ist das wirklich so oder hast Du die berühmte Aufschieberitis? Blockierst Du Dich selber und findest Ausreden und Gründe, wieso Du nicht starten kannst?

 

„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“ Götz Werner

 

Aufschieberitis ist auch kein klares Kennzeichen von Selbstsabotage. Denn wenn Du etwas wirklich willst, dann findest Du immer einen Weg. Zumindest um anzufangen und um ins Handeln zu kommen.

Soweit so gut. Wenn Du jetzt also erkennst, dass Du Selbstsabotage betreibst, hast Du bereits einen großen wichtigen Schritt getan. Genau dieses Verhalten sich selber bewusst zu machen – ins eigene Bewusstsein zu holen – kann schon enorm helfen.

Optimal wird es, wenn Du auch die Ursachen für Dein Verhalten kennst. Wieso tust Du das? Was ist Dein Warum. Welches Ziel willst Du damit erreichen?

Wie jetzt? Ziel? Geht es bei Selbstsabotage nicht darum ein Ziel zu verhindern? Ja, genau. Darum geht es. ABER es soll auch ein anderes Ziel erreicht werden. Genau deswegen betreibst Du diese Sabotage. Deswegen blockierst Du Dich selber! Du willst etwas Bestimmtes erreichen, was nur blöderweise im Konflikt mit Deinem anderen Ziel steht.

Deswegen ist es gut, wenn Du die Ursache erkennst. Einige mögliche Ursachen verrate ich Dir im zweiten Teil diese Blogserie. Sei gespannt darauf.

Bis dahin empfehle ich Dir, dass Du Dich erst einmal mit den Merkmalen und Kennzeichen beschäftigst. Kannst Du das eine oder andere Symptom bei Dir entdecken? Vielleicht kannst Du Dich auch mit jemandem austauschen, der Dir ein Feedback zu Deinem Verhalten gibt und Dir spiegelt, ob es bei Dir aus seiner oder Ihrer Sicht Anzeichen dafür gibt.

Ich wünsche Dir dabei ganz viel Spaß und Spannung und tolle Erkenntnisse.

Wenn Du trotzdem das Gefühl hast, dass Du da allein nicht vorankommst, was übrigens völlig normal ist, denn wir alle sehen den Wald oft vor lauter Bäumen nicht, dann hast Du vielleicht einschränkende Glaubenssätze oder Blockaden, die Du allein nicht lösen kannst. Dann nimm doch einfach Kontakt zu mir auf. Gemeinsam finden wir heraus, wo Du Dich selber sabotierst. Damit Du Deine Ziele mit mehr Leichtigkeit erreichst und mehr Zufriedenheit in Deinem Leben erlebst, beenden wir diese Selbstsabotage. Und zwar nachhaltig im Einklang mit Deinem Unterbewusstsein.

Und im zweiten Teil und drittem Teil zu diesem Blogbeitrag erkläre ich Dir, was die Ursachen sein können und wie Du selber Deine Selbstsabotage zu überwinden kannst. Sei gespannt darauf!

Wenn Dich das Thema Selbstsabotage besonders interessiert, dann schau Dir auch mein Video dazu an, dass Du auf meinem Youtube Kanal findest.

Ich freue mich, wenn Du mir Deine Erfahrungen mitteilst. Ich bin neugierig auf Deine Erfolge und Ergebnisse!

Deine Kerstin

Kerstin Wemheuer
Über die Autorin:
Kerstin Wemheuer - Business- und Mindsetcoach. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht Deine Ziele, Wert und Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Ohne Druck und einem optimalen Ergebnis für Dich. In meinem Coaching musst Du kein fremdes Verhalten lernen oder antrainieren, um Dein Problem oder Deine Angst zu meistern. Jede Veränderung ist die logische Folge Deines neuen Bewusstseins, dass Du im Coaching erlernst. So kannst Du Dich und Dein Leben nachhaltig verändern und Deine Ziele erreichen – ohne belastenden Druck und im Einklang mit allen Deinen Werten.

10 Kommentare on "Selbstsabotage erkennen und überwinden (Teil 1)"

Petra Lehner - 3 Mai 2017

Kerstin, das hast du wieder einmal richtig gut getroffen. Erst erkennen (perfekte Signale hast du dafür aufgelistet) und dann ab in die Gegenrichtung. Cooler Artikel, danke! Liebe Grüße, Petra

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 3 Mai 2017

    Liebe Petra, danke dank danke <3 Teil 2 und Teil 3 folgen noch die nächsten Wochen. Bin gespannt, was Du dazu sagst. Du bist ja auch eine großartige Expertin auf dem Gebiet. Sprich: Highperformer kennen Selbstsabotage nur von Geschichten oder muss lange lange scharf nachdenken, um sich möglicherweise an eigene Selbstsabotage zu erinnern ;-) Herzliche Grüße Kerstin

Lydia Wilmsen - 3 Mai 2017

Sehr schön, liebe Kerstin! Gut auf den Punkt gebracht: Selbstzweifel, Perfektionismus und Prokrastination... Das Erkennen ist für mich eine der wichtigsten Punkte im Prozess. Bin gespannt auf die Fortsetzung! Weil du im Kommentar oben ansprichst, dass Highperformer die vielleicht weniger kennen (oder war das voll ironisch?). Für mich sind Highperformer betroffen wie alle anderen, doch sie machen weiter TROTZ ihrer Ängste und Zweifel. Der Umgang mit Ängsten ist ein anderer. Das muss nicht unbedingt immer besser sein, vor allem wenn der Modus "Verdrängung" an ist, da sind nämlich manche auch Experten drin... :) Ganz liebe Grüße dir Lydia

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 6 Mai 2017

    Liebe Lydia, danke für Dein super Feedback! Ich denke schon, dass Highperformer davon weniger betroffen sind. Hin und wieder sicherlich schon, aber es ist genau wie Du schreibst: Sie machen weiter trotz Angst und Zweifel. (y) "Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die Angst". :-) Viele liebe Grüße zurück Kerstin

Kevin Fiedler - 4 Mai 2017

Hallo Kerstin, oh das Problem mit dem Perfektionismus kenne ich nur zu gut. In mir wohnt ein kleiner Adrian Monk, den ich immer wieder in seinen Käfig sperren muss, damit ich vorankomme. Das gelingt mir immer besser in letzter Zeit :-) Toller Artikel und wichtiges Thema! LG, Kevin

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 6 Mai 2017

    Hallo Kevin, lustig, so einen kleinen Adrian Monk habe ich auch Ich nenne ich liebevoll meinen kleinen Autisten :-D Meine Empfehlung: Sperr ihn nicht ein. Mit ordentlich Wertschätzung und Anerkennung, dass auch er etwas Gutes für mich erreichen will (dabei sicherlich hin und wieder auch einiges blockiert, aber das meint er nicht böse), ist mein Adrian Monk mittlerweile handzahm und hält sich zurück ;-) Lieben Gruß Kerstin

Claudia Heimgartner - 4 Mai 2017

Oh ja liebe Kerstin, da triffst Du den Nagel auf den Kopf mit Deinem Artikel. Ich lese ihn am besten gleich ein paar mal durch... ;) Besonders das Zitat mit den Wegen & Gründen benutze ich sehr oft bei mir & auch bei meinen Kunden. Es steckt so viel Wahrheit darin. Ich fang' dann nochmal oben an... Herzliche Grüsse & danke Claudia

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 6 Mai 2017

    Liebe Claudia, wow! Danke für Deine Antwort! Zweimal lesen ist ein großes Kompliment! Prima! Damit Dir nicht langweilig wird: Morgen kommt der zweite Teil ;-) Bin gespannt, ob der Dir auch gefällt! Lieben Gruß Kerstin

Kathleen Rother - 4 Mai 2017

Hallo Kerstin, das Thema Selbstsabotage kenne ich auch, gerade aktuell wieder für ein Thema. Zum Glück erkannt. Und auch, was eigentlich dahinter steckt. Das nämlich erst noch ein anderes Thema wichtiger ist, bevor dieses (blockierte), welches ich so unbedingt durchziehen will, erfolgreich wird. Ich hoffe, das ist die Lösung. Ansonsten weiter suchen. Dein Video ist auch toll! Danke! :-) Liebe Grüße von Kathleen

    Kerstin Wemheuer
    Kerstin Wemheuer - 6 Mai 2017

    Hallo Kathleen, Super! Dann bist du auf einem gutem Weg! Bin gespannt, ob Du Deine Blockade lösen konntest! Sonst schreib mir gern mal! Vielleicht habe ich noch einen anderen Impuls für Dich. Viel Erfolg auf jeden Fall erst einmal! Lieben Gruß Kerstin